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Burak BilginVersicherungsmakler

Vorerkrankungen

Frag anonym, bevor du einen Antrag stellst.

Der häufigste Fehler bei der Berufsunfähigkeitsversicherung ist nicht der falsche Tarif. Es ist die falsche Reihenfolge: erst einen Antrag stellen, dann eine Ablehnung kassieren – und danach hat man ein Problem, das vorher nicht da war.

Es geht auch andersherum. Und das kostet dich nichts.

Der übliche Weg

Antrag stellen und hoffen

  • Antrag mit Namen geht an einen Versicherer
  • Bei Ablehnung ist der Vorgang dokumentiert
  • Jeder spätere Antrag fragt: „Wurde schon einmal ein Antrag abgelehnt?“
  • Die Ausgangslage ist schlechter als vorher

Mein Weg

Erst anonym, dann entscheiden

  • Gesundheitsdaten gehen ohne Namen an mehrere Gesellschaften
  • Du siehst schwarz auf weiß, wer dich zu welchen Bedingungen nimmt
  • Keine Ablehnung, die dir später im Weg steht
  • Der Antrag geht nur dorthin, wo die Antwort gut war

Vier mögliche Antworten

So entscheidet ein Versicherer über deinen BU-Antrag.

Die meisten Menschen mit Vorerkrankungen rechnen fest mit einem Nein und fragen deshalb gar nicht erst. Tatsächlich gibt es vier Ausgänge.

Normale Annahme

Die Vorerkrankung liegt lange zurück, war folgenlos ausgeheilt oder ist für das Risiko unerheblich. Kommt häufiger vor, als die meisten erwarten.

Annahme mit Zuschlag

Du bist versichert, zahlst aber einen höheren Beitrag. Unangenehm, aber der Schutz besteht in vollem Umfang.

Annahme mit Ausschluss

Ein bestimmter Bereich, etwa die Wirbelsäule, wird vom Schutz ausgenommen. Alles andere ist versichert. Ob das sinnvoll ist, hängt vom ausgeschlossenen Bereich ab.

Ablehnung

Der Versicherer sagt nein. Bei einer anonymen Voranfrage bleibt das folgenlos – bei einem echten Antrag nicht.

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Wichtig

Verschweige nie eine Vorerkrankung, um durchzukommen. Du hast eine gesetzliche Anzeigepflicht – und wenn im Leistungsfall auffliegt, dass etwas gefehlt hat, kann der Versicherer die Leistung verweigern. Dann hast du jahrelang für nichts gezahlt.

Ein Vertrag mit Zuschlag oder Ausschluss ist um Längen besser als ein Vertrag, der im Ernstfall nicht zahlt.

Die Fragen, die dahinterstecken

Häufige Fragen

Was genau ist eine anonyme Risikovoranfrage?

Deine Gesundheitsangaben werden ohne deinen Namen und ohne deine Adresse an mehrere Versicherer geschickt, mit der Frage: Zu welchen Bedingungen würdet ihr diese Person annehmen? Du bekommst die Antworten, ohne dass irgendwo ein Antrag auf deinen Namen aktenkundig wird.

Warum ist das so wichtig? Was passiert bei einer normalen Ablehnung?

Versicherer tauschen bestimmte Informationen über ein branchenweites Hinweis- und Informationssystem aus. Eine abgelehnte oder erschwerte Annahme kann dort auftauchen und spätere Anträge belasten. Außerdem wird in jedem neuen Antrag gefragt, ob schon einmal ein Antrag abgelehnt wurde – und diese Frage musst du wahrheitsgemäß beantworten. Deshalb: erst anonym fragen, dann beantragen.

Ich war in Psychotherapie. Wie schlimm ist das?

Es ist eine Hürde, aber selten das Ende. Entscheidend ist, was der Anlass war, wie lange es her ist, wie viele Sitzungen es waren und ob es einen Rückfall gab. Eine abgeschlossene Kurzzeittherapie nach einem konkreten Anlass vor vielen Jahren wird anders bewertet als eine laufende Behandlung. Psychische Erkrankungen sind gleichzeitig der häufigste Grund für Berufsunfähigkeit überhaupt – genau deshalb schauen Versicherer hier so genau hin, und genau deshalb lohnt sich der Schutz.

Kann ich die Vorerkrankung nicht einfach weglassen?

Nein, und das ist der teuerste Fehler überhaupt. Du hast eine vorvertragliche Anzeigepflicht. Wenn im Leistungsfall herauskommt, dass du etwas verschwiegen hast, kann der Versicherer vom Vertrag zurücktreten oder die Leistung verweigern – nach Jahren der Beitragszahlung. Ein Vertrag mit Ausschluss ist unendlich viel besser als ein Vertrag, der im Ernstfall nicht zahlt.

Woher weiß ich, was überhaupt in meiner Akte steht?

Du kannst bei deiner Krankenkasse eine Auskunft über die abgerechneten Diagnosen der letzten Jahre anfordern. Das ist dein Recht und kostet nichts. Ich empfehle es vor jeder Antragstellung – denn oft stehen dort Diagnosen, an die man sich selbst gar nicht erinnert.

Was, wenn am Ende überall eine Ablehnung steht?

Dann schauen wir auf Alternativen: Grundfähigkeitsversicherung, Erwerbsunfähigkeitsversicherung oder eine Absicherung schwerer Krankheiten. Diese Verträge haben andere Auslöser und oft mildere Gesundheitsfragen. Sie ersetzen keine BU – aber sie schließen die Lücke teilweise.

Lass uns anonym anfragen.

Du erfährst, wo du stehst – ohne dass irgendwo etwas aktenkundig wird.

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